Ganzheit

Albert Einstein, einer der bedeutensten Wissenschafter unserer Zeit schreibt in einem 1972 in der NYT veröffentlichten Brief:


Ein Mensch ist ein räumlich und zeitlich beschränkter Teil des Ganzen, das wir "Universum" nennen. Er erlebt sich selbst und sein Denken und Fühlen als getrennt vom Rest in einer Art von optischer Täuschung seines Bewusstseins. Diese Wahnvorstellung ist ein Gefängnis, das uns auf unsere persönlichen Bedürfnisse und die Zuneigung zu einigen uns nah stehenden Menschen beschränkt. Es muss unsere Aufgabe sein, uns aus diesem Gefängnis zu befreien, indem wir den Radius des Mitfühlens für andere ausweiten, so dass es alle Lebewesen und die gesamte Natur in ihrer Schönheit umfasst. Niemand kann diese Aufgabe vollends erfüllen, doch gerade die Anstrengungen, dieses Ziel zu erreichen, sind ein Teil der Befreiung und ein Fundament für innere Zuversicht.


Viele Probleme userer Zeit rühren wohl aus dieser Illusion des 'Getrenntseins'. Wie anders wäre es wohl denkbar, das Menschen sich gegenseitig so viel Leid zufügen. Zu erkennen, dass wir mit allem das uns umgibt, seien es andere Menschen, Tiere, unsere Umwelt, in Wahrheit eins sind, erzeugt natürlicherweise Toleranz und Mitgefühl und verunmöglicht, anderen oder unserer Welt Schaden zuzufügen. Das wäre gerade so, als würde man sich selbst schaden wollen. Die Wichtigkeit des Konzepts vom Ich - unser Ego - rückt automatisch weiter in den Hintergrund. Ich denke das tut in vielen Fällen sicherlich gut.

Was sind Eure Gedanken dazu?


14 Ansichten